... Die Ethno-Kabarettisten aus Westfalen ... "Bleib sitzen, wenn Du ein Westfale bist, steh erst auf, wenn alles vorüber ist."
Die Kabarettisten
Augustin Upmann & Heinz Weißenberg

zum Titel: Bullemänner


Die Bullemänner
sind

Heinz Weißenberg: geb. 1955 in Olfen/Westfalen, im Alter von drei Tagen Umzug nach Selm/ Westf.
Augustin Upmann geb. 1955 in Glandorf/südl. Niedersachsen, im Alter von 3 Jahren Umzug nach Selm/Westf

In Selm wuchs Heinz auf einem Bauernhof auf. Augustins Vater war Landtierarzt im selben Selm. Die Väter trafen sich sonntags zum Doppelkopp. Die Söhne gingen alltags in eine Klasse der kath. Ludgeri-Volksschule. Augustin fuhr später mit dem Zug nach Dülmen zum Clemens-Brentano-Gymnasium: 1974 Abitur, Mathe: "ungenügend" - Religion "sehr gut", Heinz mit dem Bus zum Christophorus-Gymnasium der Arnsteiner Patres nach Werne: Mathe "ungenügend" - kein Ausgleich. Aber: Da kam die reformierte Oberstufe. Mathe wird abgewählt. WISO, Geschichte, Religion und viele Rowohlt-Bändchen führen auch zum Abitur. Fazit: Nur durch Reden hält man sich über Wasser.
Das Jahr 1968: In Paris brennen die Barrikaden, in Berlin gehen die Studenten gegen die Notstandsgesetze auf die Straße. In Selm rennen Augustin und Heinz gegen die Grundfeste unserer Gesellschaft an: Zunächst als Mitglieder der Kolpingfamilie Selm - mit wenig Erfolg. ("Ich hab nix gegen lange Haare - aber gepflegt müssen sie sein!" "Wenn du mir noch einmal sagst, ich wär autoritär, dann knall' ich dir eine!")
1970: Es wird auch in der Provinz '68. Beide treten aus der Kolpingjugend aus und gründen mit anderen das "Kritische Kollektiv Selm" - eine radikale Lehrlingsgruppe: zwölf Gymnasiasten - ein Lehrling. Treff im Keller des katholischen Jugendheims - die Wände dunkelrot, die Decke schwarz. Das Flugblatt zur Solidarität mit Vietnam ist das erste Flugticket: Raus aus dem katholischen Jugendheim - rein in die linke Szene, Kampf für ein "freies Jugendzentrum". So heißt auch das erste Theaterstück, das 1974 Premiere hat: Augustin und Heinz gehen mit kritischem Jugendtheater auf Tour, in Bork - einem Ortsteil von Selm.
1974 - '76: Nach der Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer (Religion "sehr gut") leistet Augustin seinen Zivildienst in Dortmund bei der evangelischen (!) Kirche - erst mit Mofa, dann mit der 2 CV-Ente.
Nach Schule und Zivildienst heißt es endgültig: Raus in die weite Welt! Beide ziehen nach Senden, 20 km von Selm entfernt, in eine Landkommune, mitten ins Dorf neben Aldi (10 km vom Studienort Münster entfernt). Der Vermieter ist ein Viehhändler. Der einzige, der im Dorf ohne Gesichtsverlust an eine Kommune vermieten kann. Er hatte schon alle übers Ohr gehauen.
Augustin studiert '76 - '81 Germanistik und Geschichte für Sek. I und II - also III -, legt später dann am Gymnasium Petrinum in Recklinghausen das Zweite Staatsexamen - und damit auch den Lehrerberuf - ab.
Heinz studiert von '75 - '81 Jura in Münster, Zivildienst in Dortmund, Rechtsreferendariat in Dortmund, seit '87 hauptberuflicher Nebenerwerbsanwalt in Bochum.
Während des Studiums bleiben die gemeinsamen Touren mit Jugendtheaterstücken. Bundesweite Gastspiele folgen mit Auftragsproduktionen für die Ruhrfestspiele Recklinghausen und Gewerkschaften.
1983. Die Zeit der Kollektive ist vorbei. Die WGs lösen sich auf. Die Theatergruppe schrumpft. Zu fünft, dann zu dritt, ensteht das erste Programm des Kabaretts "Volle Lotte": "Paranoiadies!" Es folgt mit "Panhas" eine Satire, die auf dem platten Land spielt. Und damit auch wieder Auftritte in der heimatlichen Provinz, wo man Kabarett und Cabaret noch nicht auseinanderhalten kann. Da sind se wieder zuhause angekommen. Sind nicht weit weggekommen vom heimatlichen Acker, aber Studium, alternative Kultur- und Politszene haben den Blick verändert: Wer einmal rauskommt aus'e Kartoffeln, der kann ganz anders wieder reingucken.

'92 gründen Augustin und Heinz mit KünstlerkollegInnen den alternativen Karneval "Geierabend" in Dortmund, bis 1997 bleiben sie dabei. Aus einigen Figuren und Szenen entsteht

1994 das Programm "Bullemänner" und damit dann auch irgendwann der Name des Duos.

Ab 1996 "U-Punkt" im WDR2 Hörfunk, Hörspielproduktionen für WDR5

1997 das zweite Programm "Stramme Jungs"

1998/99 die TV-Serie "Heini und August" im Regionalprogamm des WDR

1999 das dritte Programm "Bullemänner auf Ochsentour". Touren in NRW, Niedersachsen, Hessen, Bremen und Thüringen.

2000 Live-CD "Bullemänner und Stramme Jungs"

2001 das vierte Programm "Wen der Hafer sticht" - ein Sommerprogramm für drinnen und draußen. Mit der Band "Die Heuboys"

2002 das fünfte Programm "Fremdgehn!"

2002/03 Live-CD "Bullemänner auf Ochsentour"

2003 Buch "Bullemänner"



Bisherige Buch- & Tonträgerveröffentlichungen

Bullemänner auf Ochsentour. CD.
von Augustin Upmann, Heinz Weißenberg
unverb. Preis: EUR 14,95
Erscheinungsdatum: 2003
ISBN: 3785713029
Wortart

Stramme Jungs und Bullemänner. CD.
von Augustin Upmann, Heinz Weißenberg
unverb. Preis: EUR 14,95
Erscheinungsdatum: 1999
ISBN: 3931780619
Wortart

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Foto: Inka Vogel
Etymologisches

"Bullemann" = im niederdt. Sprachraum verbreitete Schreckgestalt, mit der man Kindern Angst macht ("Wenn du nich artig bist, kommt der Bullemann und holt Dich!"), wohnt im Keller*, in der dunkelsten Ecke.

*"Keller"
a) Ort, wo der Westfale hingeht, wenn er mal lachen muss und Heimstätte des "schwarzen Humors"
b) Ligakeller, Stammplatz von Westfalia Suchtdrup (Kreisliga C)

Aktuelle Lesungen & Events

Zur Website der Bullemänner

Interview mit den Bullemännern

Bilder von der Buchpräsentation

wöchentlich neue Hörprobe (beim WDR II "U-Punkt" am Samstag vormittag)

Augustin Upmann und Heinz Weißenberg
als "August Laukämper" und "Heini Stertkötter"
Jeden Samstag um zehn vor elf



Pressestimmen zu den Auftritten (Auswahl):

zu "Bullemänner" (1. Programm)

"Die beiden Kabarettisten sind einsame Spitze in ihrer Art, unglaublich treffsicher in ihren Pointen, zum Brüllen komisch ..."

Pyrmonter Nachrichten, 28.01.02


"Das hieß zwei Stunden durchlachen ... Was Unterbrandmeister Heinrich Stertkötter und Ortsheimatpfleger August Laukämper an Lebensweisheiten und Erkenntnissen in dieser Zeit ablassen ist wirklich Kabarett vom Feinsten, (...) Da werden selbst politisch heiße Themen wie Ausländerintegration oder der Tod eines russischen Zwangsarbeiters mit viel Fingerspitzengefühl unter die Haut des Publikums injiziert."

Lippe aktuell, 30.01.02


zu "Bullemänner auf Ochsentour" (3. Programm)

"... Schwarzer Humor ist Trumpf, den "Bullemännern" kaum etwas heilig. Bitterböse Seitenhiebe gab es aber auch auf Schützen und ihre exzessiven brauchtümer (...) Upmann und Weißenberg verliehen den verschiedenen Charakteren Originalität (...) hinter jedem Gag eine genaue Beobachtung des Menschenschlages ..."

Bramscher Nachrichten, 12.09.02


"Ein Angriff auf die Lachmuskeln begeisterte im rappelvollen Kunst-Hof - ein Höhepunkt im Kabarett-Programm. (...) Augustin Upmann und Heinz Weißenberg wussten mit ihrer treffenden Gesellschaftssatire und dem skurrilen Volkstheater zu begeistern. Die gefundenen und erfundenen Geschichten sorgten für einen höchst amüsanten Abend, fein gesponnenes Ethnokabarett scheint die Kunst der Westfalen zu sein."

IKZ, Hemer, 16.05.02


"... ziehen mit ihrem bissigen und intelligenten Witz gleich zu Beginn die Zuschauer in ihren Bann der schwerblütigen Sau-Komik. (...) Eine vollkommen professionelle und unvergessliche Darbietung, die auch nach der ersten Zugabe nicht enden wollte."

Neue Westfälische, Bad Oeynhausen 27./28.04.02


"Heinz Weißenberg und Augustin Upmann, die inzwischen zunehmend auch große Häuser füllen, zeigen skurriles Volkstheater vom feinsten, derb und deftig, ideenreich und intelligent, den Menschen auf's Maul schauend, ein Stück Gesellschaftssatire."

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Recklinghausen, 10.12.01


zu "Wen der Hafer sticht" (4. Programm)

"... kratzten die "Bullemänner" den Lack vom Deckmantel der dörflichen Heimeligkeit, rückten dem ländlichen Filz auf die Pelle und verschafften selbst brisanten Problemstellungen Luft ... Laukämper und Stertkötter als charmante Kleinweltbewohner, die hoffnungslos zwischen Selbstbestimmung und Einfältigkeit hin und her lavieren, immer wieder am eigenen Status Quo scheiternd. Aufschlussreich blickte das gut getimte Kabarettprogramm in die Abgründe provinzieller Weltsichtverstellung und zog von der neumodischen Frauenselbsthilfegruppe ("Wut im Bauch") über den örtlichen Anglerverein("Karpfe diem") bis hin zum unvermeidlichen Handarbeitsclub ("Wollust") alles durch die Dorf-Kloake, was nicht niet- und nagelfest war."

Neue Westfälische, 6./7.07.02


"... unterhielten die beiden Ethno-Kabarettisten die Zuschauer auf den voll besetzten Rängen der Freilichtbühne Billerbeck vorzüglich."

Münstersche Zeitung, Billerbeck 21.06.01


"... Egal welche Rolle die beiden Kabarettisten verkörperten (...) sie beherrschten die überspitzte Darstellung perfekt. (...) Als die Bullemänner sich nach rund zwei Stunden verabschieden wollten, forderte das begeisterte Publikum mehrere Zugaben."

Ahlener Tageblatt, 01.06.01


zu "Fremdgehn!" (5. Programm)

"... wieder war der Saal bis auf den letzten Stuhl besetzt. (...) Ein Rundumschlag in der Weltpolitik ... Das neue Programm war ein voller Erfolg ..."

Münsterland Zeitung, Legden, 15.11.02


weitere Pressestimmen:

"Das Publikum im Bennohaus konnte sich vor Lachen kaum auf den Stühlen halten und verlangte etliche Zugaben von den Suchtdruper Jungs."

Münstersche Zeitung, 4.3.98

"Mit unbändigem Wortwitz, herrlichen Grimassen und theatralischer Gestik bringt das Duo sein Publikum zum Lachen, das einem allerdings hin und wieder im Halse stecken bleibt, wenn die Bullemänner wieder einmal eine ihrer satirischen Tretminen ausgelegt haben, auf die man ahnungslos tritt."

RZ, 27.2.98

"Die Kabarettisten Augustin Upmann und Heinz Weißenberg verkörpern die beiden von ihnen geschaffenen Landeier so perfekt, daß sich mancher Münsterländer wie vorm Spiegel fühlen muß. Die 400 Besucher sind zurecht völlig aus dem Häuschen."

AZ, Coesfeld, 11/97

"Augustin Upmann und Heinz Weißenberg beherrschen die hohe Kunst der guten kabarettistischen Unterhaltung."

Westfälische Nachrichten, 29.3.99

"Der erste Eindruck bei den Bullemännern ist eher comedyhaft. Doch schnell wurde klar, daß es hier nicht um die Gags um der Gags willen geht, sondern um die genaue Beobachtung und Darstellung eines ganz besonderen Menschenschlages. Dabei ist den zweien - fast - nichts heilig."

Ahlener Zeitung, 20.1.98

"... begeisterten im ausverkauften Bürgersaal und glänzten durch feinstes Kabarett der Spitzenklasse. "

Münstersche Zeitung, 15.3.99

"Die beiden Kabarettisten sind einsame Spitze in ihrer Art, unglaublich treffsicher in ihren Pointen, zum Brüllen komisch ..."

Pyrmonter Nachrichten, 28.01.02

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